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Presse
| 12.08.2011, 09:39 Uhr | HAZ Seite 11 Ressort: HANN / Mathias Klein
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„Das sieht grauslich aus“ CDU und FDP lehnen Container auf dem Opernplatz ab / Denkmalschutz gefragt?
Trotz massiver öffentlicher Kritik sollen die Baucontainer auf dem Opernplatz stehen bleiben. Am kommenden Montag werden sie sogar noch um eine dritte Etage aufgestockt, wie die Sprecherin der Düsseldorfer Centrum-Grundstücksgesellschaft, Sigrid Auberg, mitteilte.
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| Acht Baucontainer sind bereits aufgestellt, vier weitere bilden ab Montag die dritte Etage. Noch bis 2013 sollen sie auf dem Opernplatz stehen bleiben. Bild: Surrey |
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Ob die Verzögerung bei der Aufstockung um mehrere Tage mit der Debatte um die Platzierung der Container direkt neben der von Georg Ludwig Friedrich Laves gebauten Oper zutun hat, blieb gestern unklar. Zunächst hatte es geheißen, dass die Container ohne zeitliche Unterbrechung aufgebaut werden sollen. Mit Genehmigung der Stadt waren am Mittwoch die ersten acht Baucontainer für die mit dem Umbau des Kröpcke-Centers beschäftigten Bauarbeiter aufgestellt worden. Sie sollen dort bis Endes des Jahres 2013 stehen bleiben. Kaufleute in der City und Hannovers Tourismuschef Hans Nolte hatten dies scharf kritisiert. Inzwischen mehren sich die Stimmen, die einen anderen Standort für die Container fordern. „Der schönste und exponierteste Platz der Stadt ist erst für ein paar Millionen wiederhergerichtet worden, und dann stellt man so hässliche Dinger da drauf. Das sieht grauslich aus“, sagte CDU-Ratsmitglied Dieter Küßner. CDU-Fraktionschef Jens Seidel beklagte, dass die Container zu weiteren Einbußen für die Kaufleute in der Innenstadt führen würden. „Ich bin schon etwas schockiert über die im Rathaus getroffene Entscheidung“, sagte er. „Ich weiß nicht, wie man auf so eine Idee kommen kann“, meinte auch FDP-Ratsmitglied Wilfried Engelke. Engelke, der beruflich viel auf Baustellen unterwegs ist, meinte, dass man einen Platz direkt auf dem Baugelände suchen müsse. „Es wird sich dort etwas finden lassen“, sagte er. Möglich ist seiner Meinung nach ein Bereich direkt am Kröpcke-Center oder auch auf dem Dach des Gebäudes. Engelke rechnet durch den Standort auf dem Opernplatz mit Unfallgefahren für die Passanten. „Da transportiert dann abends eine Armada von Bauarbeitern ihre Geräte auf Schubkarren durch die Menschenmenge“, sagte er. SPD und Grüne verteidigten dagegen die Entscheidung der Bauverwaltung. „Prall ist das nicht“, sagte der Bauexperte der SPD-Ratsfraktion, Thomas Hermann. Eine riesige Baustelle bringe aber auch Einschränkungen mit sich. Für einen begrenzten Zeitraum sei das zu akzeptieren, sagte Hermann. Für die Grünen meinte der stellvertretende Fraktionsvorsitzende Michael Dette, die Container auf dem Opernplatz seien zwar nicht schön, aber sie würden gebraucht. Wenn es einen besseren Vorschlag gäbe, könnte der umgesetzt werden. Das Landesamt für Denkmalschutz vertritt die Auffassung, dass die Stadt sich das Aufstellen von der Unteren Denkmalschutzbehörde möglicherweise hätte genehmigen lassen müssen. „Es ist eine Ermessensfrage“, sagte der Präsident des Landesamtes, Stefan Winghart. „Zweieinhalb Jahre sind ein langer Zeitraum, und das beeinträchtigt das Erscheinungsbild des Denkmals erheblich“, meinte er. Stadtsprecher Dennis Dix konnte gestern nicht klären, ob es die Genehmigung der Unteren Denkmalschutzbehörde, die zur städtischen Bauverwaltung gehört, gibt. |
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